Die Suche nach einem Investor und warum eine gute Idee manchmal nicht ausreicht

Eine Idee ist geboren, das Team ist perfekt, das einzige, was fehlt, ist das liebe Geld? Wenn der Investor auf sich warten lässt. Aufstehen, Krone richten und weitergehen.

Warum es wichtig ist, mit seiner Idee rauszugehen

Wenn eine Idee geboren ist, verspürt man den Drang es zu schützen. Niemand soll einem das Liebgewonnene wieder wegnehmen. Aber nur, wenn man seine Idee teilt, wird sie ein Stück realer, lebendiger und greifbarer, denn sie nimmt Formen an. Also gingen wir raus damit und erzählten Freunden von unserem Projekt. Wir stießen auf Gehör und Interesse. Das motivierte uns, mit unserem Keimling weiter voranzuschreiten. Wir fingen an zu netzwerken. Suchten nach Menschen, die uns unterstützen, sowohl finanziell als auch mit Tat und Rat. Schnell wurde uns klar, wir brauchen Geld, Geld um das Projekt zu verwirklichen und das grosse Problem: Wir hatten keins.

Die Suche nach Investoren gestaltete sich als äusserst schwierig. Wer ist denn schon bereit, einen Haufen Geld zu investieren in etwas das noch nicht sichtbar ist? Eine reine Idee in den Köpfen zweier Mütter in Elternzeit. Noch waren wir nicht online und konnten daher noch keine Visits, Likes und Follower verbuchen. Das Risiko war für einen Investor einfach viel zu hoch. Also gab man uns den guten Rat, erstmal im Verwandten und Bekanntenkreis zu beginnen. Freunde nach Geld fragen? Da drehte sich uns schon der Magen beim Gedanken daran um. Die Hemmungen, unsere Familie zu fragen, war ebenfalls viel zu hoch. Zudem konnten wir tatsächlich niemanden vorweisen, bei dem wir eine größere Summe Geld vermuteten. Eine sehr frustrierende Zeit begann. Wir erzählten jedem von unserer Idee und davon, dass wir auf der Suche nach Geldgebern waren. Die Hoffnung, dadurch einen Investor zu finden, erfüllte sich nicht. Schließlich, als der Leidensdruck für uns fast schon zu gross wurde, fanden sich zwei Verwandte, die bereit waren, uns eine kleinere Summe zur Verfügung zu stellen. Damit war zumindest der erste Schritt möglich. Wir konnten u.a. unser Logo in Auftrag geben.

Die Idee auf Papier bringen und warum der Businessplan doch ganz wertvoll ist

In der Zwischenzeit, begannen wir unseren Businessplan zu schreiben. Von einigen Gründern wird dies als vertane Zeit abgetan. Für uns war dieser Schritt jedoch immens wichtig. Die Arbeit an dem Businessplan konkretisierte und verfeinerte unsere Idee. Wir setzten uns intensiver mit dem Markt auseinander. Beschäftigten uns tiefer mit den Wünschen und den Bedürfnissen unserer zukünftigen Leser und Community. Wir arbeiteten uns in Themen, Zahlen, Fakten und Businesssprache ein. Wir schauten uns Pitches anderer Startups an und gingen mit ihnen ins Gespräch. Wir besuchten Netzwerktreffen und versuchten Kooperationen aufzubauen.
Wir bekamen vom Land Hessen einen Gründerzuschuss und konnten so am Aufbau unseres Unternehmens arbeiten. Doch eins fehlte nach wie vor – ein Investor.

Wenn nicht Facebook wer dann?

Wir ließen uns nicht entmutigen, denn nichts ist kraftvoller als eine Idee, an die man glaubt. Also wagten wir den nächsten Schritt und erstellten unsere Facebookseite. Wenn unsere Idee so gut ist, wie wir glaubten, dann würde es sich hier darstellen, einhergehend mit der Hoffnung, dass diese Zahlen Investoren überzeugen würden.
An diesem Punkt stehen wir gerade. Wir sind gespannt, ob unser Keimling Früchte tragen wird. Unser Ziel ist es, ein digitales Zuhause für Eltern zu schaffen, eine Community aufzubauen, in der wir offen über Themen sprechen können, die wirklich bedeutsam für uns sind. Dafür brauchen wir jede Unterstützung. Also lasst uns die Ärmel hochkrempeln und ran an die Arbeit.

Wie ist es euch bei der Gründung ergangen? Wir sind gespannt auf eure Geschichten.

Autor: Derya Bonifer

Mehr von Derya Bonifer und der Gründerkolumne: Wie Mütter gründenAngenehm, elternheute

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