Wie Mütter gründen

                                                                                                                                                      Foto: Pixabuy

Mütter müssen bei der Gründung organisierter und immer auf dem Punkt sein. Woran das liegt? Das liegt doch klar auf der Hand: Die Sprösslinge wollen beschäftigt werden. Welche Rolle dabei ein Schnuller im BH und ein Handstaubsauger spielen.

Mütter gründen anders, das ist tatsächlich so. Während sie konzentriert an ihrem Konzept basteln und strategische Schritte überlegen, ist eine Gehirnhälfte immer dabei, die Machbarkeit und Umsetzbarkeit mit Kind abzuchecken. Termine orientieren sich an den Essens- und Schlafenszeiten der Kinder und neben den Unterlagen wird der halbe Hausrat eingepackt. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Bruno der Lieblingsbär fehlt.

Warum sollte es uns da anders ergehen? Während wir täglich an meinem Tisch saßen und arbeiteten, krabbelten unsere Kinder um unsere Beine herum und verwüsteten in Windeseile das Wohnzimmer. Und so vergingen viele Tage mit arbeiten, Mittagessen zubereiten, Kinder hinlegen, verwüstetes Wohnzimmer schnell wieder in Ordnung bringen und weiter arbeiten. Den Großen von der Kita abholen, einkaufen, spielen, kochen, basteln, Geschichten vorlesen, ins Bett bringen und – wie sollte es anderes sein – weiter arbeiten.

Mit Kind und Kegel von Termin zu Termin. Und worauf man dabei achten sollte.

Wir hechteten von Termin zu Termin, unsere Kinder immer im Schlepptau. Einer im Buggy und einer in der Tragetasche. Manchmal hatten wir Glück und mein Partner schaffte es rechtzeitig, um uns vor Ort die Kinder abzunehmen. Und so durfte er dann, den Buggy schiebend und das andere Kind an den Bauch geschnallt, umherwandern bis die Mamis fertig waren. So gestalteten wir einige Termine. Da meine Schwester alleinerziehend ist, musste mein Partner sich um alle Kinder kümmern. Es war immer wieder eine Gratwanderung. Wie viel konnten wir den Kindern zumuten? Und was war schon zu viel für sie? Zu manchen Terminen konnten wir sie mitnehmen. Manchmal hatten wir eine Babysitterin dabei.
Unbezahlbar sind stets die seismographischen Fähigkeiten von Müttern. Wir Eltern wissen, wie schnell die Stimmung von Kindern kippen kann. Und so kam es, dass meine Schwester den Schnuller, den sie immer in ihrem BH aufbewahrt, oft rechtzeitig zücken konnte und uns und unsere Gesprächspartner vor einigen Schreiattacken bewahrte. Mütter sind eben immer auf Zack.

Warum Ein Handsauger für gute Stimmung sorgte

Wir reisten zu allen Termin mit Koffern an. Im Gepäck ausreichend Spielzeug, Windeln, Essen und absolut unverzichtbarer Begleiter: Mein Handsauger! Richtig gelesen. Wenn wir schon das Glück hatten, zu einigen Terminen unsere Kinder mitzunehmen, dann war es das Mindeste, die Räume wieder sauber zu hinterlassen. Und ich denke, wir wissen ja alle, was für eine Verwüstung zwei Kleinkinder innerhalb weniger Minuten hinterlassen. Man gebe ihnen lediglich einen Keks in die Hand und kann davon ausgehen, dass man ihn in allen Ecken des Büros wiederfindet. Unserer Gesprächspartner schätzten die Geste mit dem Handsauger zumindest sehr. So sehr, dass wir mit Kind und Kegel, insbesondere Handsauger, wieder kommen durften.

Welche Erfahrungen habt ihr denn beim Gründen gemacht?
Und die Frage an die Väter: Wie gründet ihr eigentlich? Teilt eure Erfahrungen mit uns. Wir freuen uns auf eure Geschichten!

Autor: Derya Bonifer, mehr über die Gründungskolumne findest du hier: Angenehm, elternheute

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